Titelstory

ViCOLLECTIVE – zwischen Tradition und Innovation

Kolumne

Patrick Karpiczenko träumt sich ins Vergangental™

KI+ von CMI

Gemacht für die öffentliche Hand

Kundenbericht Dübendorf

Ein Wechsel, den man kaum merkt

Editorial

Nicht alles Neue hilft. Neugier schon.

Christoph Bühler mit Vivi Kola

Liebe Leserinnen und Leser
In der Schweiz hat Tradition selten mit Stillstand zu tun. Sie zeigt sich im Handwerk, im Anspruch an Qualität und im Vertrauen, das über Jahre entsteht. Darauf sind wir stolz – nicht, weil alles schon erreicht wäre, sondern weil diese Basis im Alltag verlässlich bleibt. Gleichzeitig erleben wir eine Zeit, in der sich gesellschaftliche und technologische Rahmenbedingungen schneller verändern als je zuvor. Was bewährt ist, bleibt wertvoll. Als alleinige Antwort reicht es aber nicht mehr.

Wie also bleibt man entwicklungsfähig, ohne das Eigene zu verlieren? Die Antwort liegt weniger in einem einzelnen Produkt oder einer Methode, sondern in der Umgebung, in der diese entstehen: in einer Kultur, die neugierige Impulse zulässt und Verlässlichkeit verlangt; die Ausprobieren ermöglicht und sorgfältiges Handeln einfordert; die diszipliniertes Arbeiten bedingt und zugleich offen bleibt.

Ein Handlungsgrundsatz, an dem wir uns bei CMI orientieren, fasst diese Haltung knapp zusammen:

Ich setze mich für einfache und innovative Lösungen ein.

Sichtbar wird er nicht in der Theorie, sondern im Tun: wenn Lösungen nicht umfassender gemacht werden, sondern klarer. Wenn neue Technologien so lange geprüft werden, bis ihr Nutzen im Alltag überzeugt. Und wenn Weiterentwicklung nicht zusätzliche Last schafft, sondern klare Orientierung.

Die Titelstory über ViCOLLECTIVE mit VIVI und ViCAFE erzählt diese Spannung in einem anderen Schweizer Kontext: Der Artikel zeigt, wie ein KMU seine Wurzeln pflegt und gleichzeitig jeden Prozess hinterfragt, testet und weiterentwickelt. Wir haben diesen Fokus gewählt, weil er eine Dynamik beschreibt, die wir bei CMI ebenfalls erleben.

Auch wir befinden uns mit KI+ in einer Neuausrichtung. Die Spielräume werden grösser, und mit ihnen der Bedarf an Entscheidungen, die klar und nachvollziehbar bleiben. Mut, Beständigkeit und eine geübte, tragende Kultur sind dabei keine Schlagworte, sondern Bedingungen – für verlässliche Systeme, die im Gebrauch einfacher werden, auch wenn dahinter immer mehr Technik
steckt.

Ich wünsche Ihnen beim Lesen des Magazins Neugier – und Gedanken, die weiterführen.

Freundlichen Grüsse
Christoph Bühler, Leiter Innovation

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Titelstory

ViCOLLECTIVE – zwischen Tradition und Innovation

Eine Traditionsmarke von 1938, ein Start-up-Spirit in der Werkstadt Zürich: ViCOLLECTIVE zeigt, wie sich Geschichte nicht bewahren, sondern weiterentwickeln lässt – durch Experimente, klare Werte und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen.

Am Anfang steht ein Prompt: die Aufforderung an eine KI, ein gesundes, veganes Getränk zu entwickeln. Eine Idee, die zunächst wie ein Versuch am Rand wirkt – bis sie tatsächlich umgesetzt wird.

Es ist Anfang 2023. ChatGPT und andere generative Modelle werden breit verfügbar, zum ersten Mal kann jede:r mit KI arbeiten. Camilo Antezana, damaliger Geschäftsführer von Vivi Kola, ist fasziniert von diesen Möglichkeiten. Er beginnt zu testen: Kann eine KI auch ein Getränk kreieren?

Nach einigen Iterationen steht eine Zutatenliste: Wasser, Limettensaft, Haskap-Beerensaft, Ingwersaft, Chicoréewurzel-Pulver und Rohrzucker. Die Experimentierfreude ist geweckt; die KI übernimmt auch die weiteren Schritte – Name, Branding, Visualisierungen. Mithilfe von ChatGPT und Midjourney entsteht ein vollständiges Produkt: Vivi Nova, das erste Getränk der Schweiz, das vollständig durch KI entwickelt wurde.

«Von der Idee und dem ersten Prompt bis zum fertigen Produkt hat es etwa drei Monate gedauert», erinnert sich David Bloch. Als Teil des Marketingteams erlebt er den Launch aus nächster Nähe. Die ersten Dosen treffen im Büro ein und sind innert Minuten weg. «Wir mussten uns im Marketing ein 12-Pack sichern und wegräumen, sonst hätten wir für Produktshootings keine mehr gehabt», sagt er. Gleichzeitig prägen Neugier und eine gesunde Anspannung die Stimmung: Was passiert hier gerade? Interessiert das überhaupt jemanden? Kauft man so ein Getränk?

Das Unternehmen, in dem solche Experimente möglich sind, heisst ViCOLLECTIVE – und tickt in seiner DNA wie ein Start-up. Diese Neugierde und Experimentierfreude sind kennzeichnende Merkmale das Unternehmen.

«Wenn man aufhört, sich neu zu erfinden, wird man träge und dann wird es gefährlich.»

Ramon Schalch, CEO ViCOLLECTIVE

Vom Eglisauer Kultgetränk zur urbanen Fensterbar

ViCOLLECTIVE sind zwei Marken unter einem Dach: Da ist einerseits VIVI, ein Stück Schweizer Gertränkegeschichte, und andererseits ViCAFE, die als lokale Kaffeerösterei auf schnellen, hochstehenden Barista-Kaffee «to go» setzt.

Die erste Schweizer Cola «Vivi Kola» wurde 1938 in Eglisau lanciert und war einst visionärer Sponsor der «Tour de Suisse». In den 1980er Jahren verschwand Vivi Kola von der Bildfläche. Markenrechte verkauft, Produktion zuerst ausgelagert, dann ganz eingestellt unter dem Druck der internationalen Getränkegiganten. Bis im Jahr 2010 zwei findige Eglisauer die Abfüllanlage wieder ins Dorf holten: Die Traditionsmarke wurde wiederbelebt und ist heute als VIVI in Bars, Badis, an Velorennen, in urbanen Cafés oder im SBB-Speisewagen präsent. Kein Retroprodukt, sondern eine Marke mit überraschend modernem Selbstverständnis. Zudem gehört seit 2010 ViCAFE, die «jüngere Schwester», zum Kollektiv. Als lokale Zürcher Kaffeerösterei setzt ViCAFE mit Espresso Bars auf schnellen, hochstehenden Barista-Kaffee «to go». Das disruptive Konzept der Fensterbars funktioniert und konnte erfolgreich in weitere Städte expandiert werden.

ViCOLLECTIVE lebt eine ausgesprochene Start-up-Kultur – und ist gleichzeitig ein fast 90-jähriges Unternehmen mit Geschichte und Tradition.

«Unsere fast 90-jährige Geschichte sehe ich als Zeugnis, dass sich die Marke schon immer weiterentwickelt hat.»

Ramon Schalch, CEO ViCOLLECTIVE

In einer Zeit, in der das Durchschnittsleben eines Unternehmens 12 Jahre beträgt, zeigt VIVI, dass sich die Menschen im Unternehmen immer bewegt, sich und die Firma immer weiterentwickelt haben. «Innovation ist eines der wichtigsten Themen für ein Unternehmen», ist Ramon Schalch, CEO ViCOLLECTIVE, überzeugt. «Und auch etwas, das man nicht einfach so nebenbei oder in einem Workshop macht. Es ist Teil unserer Kultur, ist in den Köpfen unserer Leute, ist integriert ins Tagesgeschäft. » Das könnten auch schöne Worte aus einem Strategiepapier sein. Doch was dahintersteckt, wie sich dies anfühlt und mit Leben gefüllt wird, zeigt ein Besuch am Hauptsitz von ViCOLLECTIVE.

Die bewegte Geschichte von Vivia Kola
Vom lokalen Getränk zur Zürcher Kultmarke: der Weg von Vivi Kola, nachzulesen bei hellozurich.ch.
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Wo Innovation entsteht: Werkstatt der Ideen

Der Ort, an dem sich all das verdichtet, ist der Hauptsitz von ViCOLLECTIVE in der ehemaligen SBB-Werkstätte in Zürich Altstetten – heute «Werkstadt Zürich». Über ein Jahrhundert lang wurden hier Lokomotiven und Wagen aus der ganzen Schweiz repariert, geprüft, in Einzelteile zerlegt.

Seit der Transformation ab 2018 zieht eine neue Nutzung ein: urbane Produktion, Handwerk, kleine Manufakturen, Ateliers, Food-Labs. Mehr als 50 Unternehmen arbeiten heute Tür an Tür; hier werden Spirituosen destilliert, Granola geröstet, Seifen und Bierspezialitäten gebraut, Schokolade conchiert, Kleider genäht, Möbel entworfen. Mitten in diesem industriellen Erbe steht seit 2021 auch die Rösterei von ViCAFE. Zwischen Klinkerwänden, Metallsäulen und alten Geleiseschienen bildet sie das Zentrum des Standorts. Leicht zurückgesetzt liegt die kleine Hausbäckerei, vorne das Café mit einladenden Bistrotischen und Zürichs wohl einziger Kaffeepflanze im Raum. Dahinter öffnen sich die hohen Büroräume und Sitzungszimmer über dem Lager.

Kaffeesäcke aus Leinen stapeln sich neben dem Siloturm mit frisch gerösteten Bohnen, vis-à-vis befindet sich die Academy im gläsernen Kubus – Schulungsraum, Labor, Ort für Tastings.

Ein Gelände, das früher von Maschinenlärm geprägt war, ist heute ein Cluster aus Handwerk, Produktion und Experimenten. Genau hier zeigt sich, weshalb ViCOLLECTIVE diesen Ort gewählt hat: Tradition und Innovation treffen aufeinander. Auch die Nachbarschaft zu anderen Produktionsbetrieben und Startups wirkt sich aus. «Unser Kaffeeröster und der benachbarten Bierbrauer haben ihr Thema schnell gefunden: Aromen, Geschmack, Inhaltsstoffe. Beide setzten sich ja tagtäglich damit auseinander», sagt David. Es bleibt nicht nur beim Gespräch, gemeinsam entwickeln die beiden das «Coffee Stout». Das leichte Lagerbier mit Kaffeearomen wird an der Hohlstrasse währen mehreren Wochen ausgeschenkt. Die Nachbarschaft befeuert weitere Ideen und Innovationen: So ist ein nachhaltiger Coffee-Bag mit dem Start-up QWESTION zusammen entstanden und heute fixer Teil des Sortiments. Auch das Granola-Müesli von The Tiny Factory wird im Café mit einem frischen Kompot zusammen serviert.

ViCafe Roastery Halle mit Gästen
ViCafe Röstmaschine

In dieser Atmosphäre wird immer wieder experimentiert: mit Aromen, Zutaten, Herkunftsgeschichten. Mehrmals im Jahr gibt es in allen Espresso Bars von ViCAFE einen Seasonal Special. «Mit diesen Specials wollen wir die Unterschiedlichkeit unserer Kaffeefarmen spürbar machen – ihre Eigenheiten, ihre Biodiversität, das, was sie einzigartig macht. All das soll im Becher ankommen», erklärt David.

Die Ideen entstehen nicht am Schreibtisch, sondern auf den Farmen selbst: In Kenia wachsen Bananen zwischen den Kaffeebäumen, in Kolumbien hängen frische Mangos über den Sträuchern, in Indien wird Kardamom bei der Kaffeezeremonie mitgeröstet.

«Das Ziel war, diese Stimmung, diese Aromen in einem Drink unseren Kund:innen weiterzugeben.»

David Bloch, Senior Marketing Specialist

Zurück in Zürich wird daraus ein konzentriertes Ausprobieren: kleine Tests, schnelle Anpassungen, ein zweiter Versuch. Der Chili/Honey Flat White aus Tansania zeigt exemplarisch, wie direkt dieser Transfer funktioniert. In der Plantage auf über 1600 Metern über Meereshöhe gedeihen nicht nur exzellente Kaffeebohnen, sondern auch Honig und pikante Chilis – eine Biodiversität, die von den lokalen Partner:innen gepflegt wird und in diesen Seasonal Special eingeflossen ist. So wird aus einer Beobachtung auf der Farm ein Drink, der die Herkunft im Geschmack trägt.

Innovation als Haltung

Innovation ist bei ViCOLLECTIVE kein Projekt, kein Worskshop, sondern eine Grundhaltung. Ramon definiert es so: «Innovation ist für mich Weiterentwicklung. Wenn man aufhört, sich neu zu erfinden, dann wird man träge und dann wird es gefährlich.»

Ein Prinzip, das den Alltag des Unternehmens prägt – von der Rezeptur über die Fensterbars bis in die Administration. David formuliert es ähnlich klar: «Innovation ist bei uns nicht in einem Departement angesiedelt, nnovation betrifft bei uns alle.»

Diese Haltung wird durch einfache, aber konsequent gelebte Mechanismen gestützt: flache Hierarchien, transparente Kommunikation oder regelmässige Townhalls, wo alle Mitarbeitenden zusammenkommen. «Dort erhalten wir Insights direkt aus dem Management: Unser Leitungsgremium spricht offen darüber, wo wir stehen, wohin wir gehen und was gerade herausfordert. Das inspiriert und schafft Klarheit», sagt David. Einmal im Monat verlassen alle – inklusive CEO – das Büro. An den Customer Facing Days arbeiten sie in der Bar, im Detailhandel oder beim Getränkelieferanten. Dort entstehen die präzisesten Erkenntnisse: die laktosefreie Option eines Seasonal Specials, die viele Gäste nicht verstanden hatten; oder die angedrückten Croissants, die zu einer optimierten Transportkiste führten. «Dabei ist immer das Ziel: wir wollen unsere Zielgruppe verstehen, wollen wissen, was läuft und was nicht», so David. Gleichzeitig gilt: Neues entsteht nicht nur aus spielerischen Tests. Manchmal ist es ein bewusster strategischer Entscheid – wie die Fensterbars. 

Ramon ordnet sie klar ein: «Wir wussten, dass wir auf viel Unbekanntes treffen würden und wir darauf reagieren müssen – aber genau das wollten wir.» Spezialitätenkaffee im To-go-Format, schnell und präzise zubereitet, wirkt zunächst widersprüchlich. Genau deshalb war der Entscheid mutig: Er brach mit der Café-Tradition und definierte die Kategorie neu.

«Die Fensterbars waren ein strategischer Schritt, kein Experiment.»

Ramon Schalch, CEO ViCOLLECTIVE

Dieser Mut beginnt in der Führung. Ramon über seine Rolle: «Als CEO hilft es, wenn du ein Vorbild bist: proaktiv über Fehler reden, Verantwortung übernehmen und das auch thematisieren.» Gleichzeitig ist es ein schmaler Grat: Transparenz darf nicht verunsichern. Vertrauen entsteht dort, wo Entscheidungen nachvollziehbar sind – inklusive Unsicherheiten. Erst dann hat Innovation im Unternehmen den nötigen Raum.

Innovation ist kein Projekt

Ramon Schalch denkt Innovation nicht als Ausnahme, sondern als Selbstverständlichkeit. Für den CEO von ViCOLLECTIVE ist Weiterentwicklung Teil des Alltags – getragen von Neugier, Lernbereitschaft und dem Mut, Entscheidungen auch ohne Garantie zu treffen. Künstliche Intelligenz sieht er dabei nicht als Ersatz für Menschen, sondern als Chance.

Was bedeutet Innovation für dich – jenseits von Produkten?
Innovation ist für mich Weiterentwicklung – für ein Unternehmen ist sie eigentlich wie atmen. Wenn man sich nicht weiterentwickelt, wird man träge, und das ist gefährlich. Die fast 90-jährige Markengeschichte von VIVI Kola zeigt das sehr gut: Die Marke existiert nur, weil sie sich immer wieder neu erfunden hat. Ich sehe darum keinen Widerspruch zwischen Tradition und Zukunft, sondern einen Beweis dafür, dass beides zusammengehört.

Welche Rolle wird KI in den nächsten drei bis fünf Jahren bei ViCOLLECTIVE spielen?
Ich bin überzeugt, dass wir in einer völlig anderen Arbeitswelt stehen werden. KI hat heute schon eine riesige Bedeutung, und sie gehört zu meinen Top-Prioritäten. Alles, was repetitiv und nicht besonders spannend ist, sollte künftig von KI erledigt werden. Sie wird nicht müde, arbeitet konstant – das sind klare Stärken. Gleichzeitig bleibt wichtig: KI ist smart, aber nicht weise. Das Fingerspitzengefühl, die Intuition, die Beziehung – das kann nur der Mensch. Meine Vision: Wir arbeiten stark KI-unterstützt, damit wir uns noch stärker auf Kundenerlebnisse konzentrieren können.

Wie beeinflusst KI deine persönliche Vision für die Zukunft von ViCOLLECTIVE?
KI soll uns Zeit verschaffen, um das zu tun, was uns ausmacht: Nähe schaffen, persönliche Erlebnisse gestalten, Qualität hochhalten. Gleichzeitig ist es eine kulturelle Aufgabe. Wir müssen lernen, mit KI umzugehen, Ängste ablegen und verstehen, wo sie uns ergänzt. Ich wünsche mir, dass wir uns in fünf Jahren in vielen Bereichen neu erfunden haben – nicht im Warum, aber im Wie. Wenn KI uns unterstützt, können wir unsere Energie in das investieren, was Kund:innen wirklich spüren.

Ramon Schalch

Ramon Schalch
Der CEO von ViCOLLECTIVE steht für eine klare Haltung: neugierig bleiben, Verantwortung übernehmen – und Innovation nicht delegieren, sondern vorleben.

Welchen Rat gibst du Unternehmen, die mutiger in die Zukunft gehen wollen?
Einfach machen und nicht zuerst warten, bis alles perfekt ist. Perfektion ist oft ein Vorwand, um nichts zu riskieren. Kinder lernen schnell, weil sie keine Angst haben, ihr Ego zu verletzen – und genau das fehlt vielen in Führungspositionen. Mut heisst, das Ego zurückzustellen und bereit zu sein, neu zu lernen. Innovation passiert, wenn man die Hürden für den Start möglichst tief hält. Learn – Unlearn – Relearn: Das begleitet uns ein Leben lang. Wer das zulässt, bleibt beweglich.

Experiment gelungen: Schweizweit in den Läden

Mutiges Vorwärtsmachen – das war schon beim eingangs erwähnten Experiment mit Vivi Nova die Triebkraft. Einfach ausprobieren, ohne Hintergedanken, und sehen, was entsteht.

Das Resultat war aussergewöhnlich: schweizweit bei der Migros gelistet, ein massiver Peak an Verkäufen in den ersten Wochen. Die Aufmerksamkeit war enorm: Zahlreiche Medien haben über Vivi Nova berichtet, ein starker Social Buzz war spürbar. Die Freude darüber – und ein spürbarer Stolz, etwas völlig Neues gewagt zu haben – sind auch fast drei Jahre später noch präsent.

«Wir waren die ersten, die ein AI-Getränk auf den Markt gebracht haben.»

David Bloch, Senior Marketing Specialist

Nach einiger Zeit flachen die Verkäufe ab – und schliesslich wird Vivi Nova nach rund einem Jahr wieder aus dem Sortiment genommen, die Produktion eingestellt. Für ViCOLLECTIVE war weniger der Verkaufserfolg entscheidend als das Lernfeld dahinter. Die Haltung, die das Experiment prägte – Neugier, sich exponieren, Feedback zulassen –, wirkt bis heute. «Für mich nehme ich ganz klar das Vertrauen mit, auszuprobieren und dabei zu lernen. Wenn du es nicht testest, weisst du nicht, wie es herauskommt», sagt David.

Doch nicht jedes Projekt nimmt eine solche Kurve. Manche enden früher, manche brauchen mehrere Anläufe – und die Learnings daraus schmerzen vielleicht mehr.

Von Fails und Learnings

Innovation zeigt sich nicht nur in Erfolgsstorys wie Vivi Nova. Ebenso prägend sind jene Projekte, die scheitern, stocken oder eine zweite Chance brauchen. Bei ViCOLLECTIVE werden sie nicht ausgeblendet, sondern bewusst betrachtet.

Vivi Krit ist ein solches Beispiel. Das isotonische Getränk – entwickelt nicht zuletzt wegen des historischen Velobezugs von VIVI und der heutigen Präsenz an Events wie dem VIVI Zuricrit (Velorennen im Zürcher Kreis 4) – war vollständig ausgearbeitet: Rezeptur, Produktionslinie, eine für Sportler:innen optimierte Flasche mit Saugnapf, Werbefilme und Collaborations. Vivi Krit war marktreif, in der Migros im Raum Zürich und auf galaxus.ch erhältlich, sämtliche Kampagneninhalte standen bereit.

Doch das Produkt scheiterte an einem grundlegenden Fehler: der Platzierung. «Vivi Krit hat nicht wie erwartet funktioniert, vor allem wegen des falschen Listings. Es war nicht dort, wo der Velofahrer:innen ihr Iso-Getränk kaufen würden», sagt David. Das Getränk lag im Detailhandel – aber nicht in jenen Convenience-Formaten, an denen Sportler:innen tatsächlich einkaufen: Tankstellen, Kioske, Bahnhofshops. Die Verkaufszahlen blieben entsprechend tief, nach rund einem Jahr wurde das Projekt gestoppt.

Das Learning daraus ist heute fest verankert, erklärt David: «In welchen Geschäften soll das Produkt gelistet sein? Wo sind die Touchpoints unserer Kund:innen?» Auch Zeitpläne und Zyklen von Verteilern und Händler werden heute viel stärker beachtet. Vivi Krit zeigt, wie eng Produkt, Kanal und Nutzungssituation miteinander verbunden sind – und wie teuer es werden kann, wenn ein einziger dieser Faktoren nicht passt.

Vivi Krit

«Heute planen wir schon vor der Entwicklung die Platzierung.»

David Bloch, Senior Marketing Specialist

ViCafe RTD on ice

Die Idee eines gekühlten Kaffee-Milchgetränks gab es schon vor über acht Jahren. Damals scheiterte sie – heute gibt es zwei ViCAFE-Varianten in Glasflaschen.

«Das Siegel des Drehdeckels war zuerst nicht kältebeständig.»

David Bloch, Senior Marketing Specialist

Ähnlich lehrreich war der erste Versuch mit einem gekühlten Kaffee-Milchgetränks vor rund acht Jahren. Damals wurde dieser Ready-to-go-Kaffee in den Bars selbst gebrüht, mit geschäumter Milch gemischt, einzeln abgefüllt und anschliessend gekühlt – ein enormer Aufwand, der sich als nicht skalierbar erwies. «Nebst dem riesigen Aufwand für die Baristas war dann aber die Qualität der Killer: schon nach kurzer Zeit hat sich ein unschöner Milchrand oben im Becher gebildet», erzählt David. Die Produktion wurde kurzerhand wieder eingestellt.

2025 folgte der zweite Versuch, dieses Mal mit einem Produktionspartner, der viel Erfahrung mitbrachte. Zwei Sorten gingen in Glasflaschen auf den Markt – und erneut zeigte sich, dass Innovation selten geradlinig verläuft. «Wir mussten subito eine Lösung für den nicht kältebeständigen Deckel haben», sagt David. Der Rückschlag wurde korrigiert, das Produkt blieb.

Auch auf strategischer Ebene entstehen zentrale Learnings. Ramon beschreibt, wie leicht man sich von der eigenen Sichtweise leiten lässt: «Produkte, die in no time wieder vom Markt verschwunden sind. Oft, weil man mit einer zu starken internen Brille etwas entwickelt und zu wenig die Kundensicht einnimmt.» Das Rebranding von Vivi Kola zu VIVI zeigte das exemplarisch. Mehrere Medien nutzten noch alte Keystone-Bilder, weil das Team den Perspektivwechsel zu externen Stakeholdern nicht früh genug eingeplant hatte – ein Detail, das Wirkung entfaltet und im Nachhinein klar als vermeidbar erscheint.

Für Ramon ist entscheidend, wie man mit solchen Situationen umgeht. Fehler gehören dazu, aber ihr Wert entsteht erst durch das, was man aus ihnen macht: «Einen guten Fehler gibt es ja nicht, sonst wäre es kein Fehler.» Lieber wäre ihm, wenn ein Fehler schon im Voraus antizipiert werden könnte. «Ein «guter Fehler» wird höchstens dann, wenn das daraus entstehende Learning einen grösseren Mehrwert generiert, als er Schaden angerichtet hat.» Als CEO sei genau das eine der schwierigsten Aufgaben, sagt er: «Das ist etwas, was man immer dazulernen und noch besser machen kann.»

Hinter dieser Haltung steht ein grundlegender Gedanke: Innovation verlangt die Bereitschaft, das eigene Ego nicht zu schützen, sondern Risiken einzugehen, in Bewegung zu bleiben. «Wir müssen bereit sein, gewisse Dinge, wie wir sie früher gelernt haben, abzulegen, neu zu lernen und weiterzugehen. Man redet da von learn, unlearn, relearn.» Wer Angst hat, Fehler zu machen, verteidigt nur den Status quo. Wer dagegen neugierig bleibt, schafft Fortschritt, ist Ramon überzeugt: «Die Hürde, um anzufangen, muss man möglichst tief halten. Denn wenn man erst mal unterwegs ist, wird es spannend. Das macht Freude, das fordert einen heraus.»

«Man muss sich aus der Komfortzone bewegen und auch etwas riskieren.»

David Bloch, Senior Marketing Specialist

Fehler, Korrekturen und zweite Versuche sind bei ViCOLLECTIVE kein Makel, sondern Bestandteil der Organisationskultur. Jeder Fehltritt wird verstanden als Investition – in Klarheit, Erfahrung und bessere Entscheidungen. Innovation bedeutet hier nicht, immer richtig zu liegen, sondern konsequent weiterzulernen. Die Zukunftsperspektive des Unternehmens – und zugleich die Grundhaltung, die ViCOLLECTIVE trägt – fasst Ramon so zusammen: «Für ein Unternehmen ist Innovation eigentlich wie atmen. Solange Innovation stattfindet, lebt das Unternehmen.»

Wie VIVI ZUM Kaffee kam
Die Geschichte hinter ViCAFE im Blogbeitrag auf vicafe.ch.
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Kolumne

Patrick Karpiczenko:
«Willkommen im Vergangental™»

Innovation ist anstrengend. Sie bedeutet Veränderung und Menschen mögen keine Veränderung. Die meisten von uns haben auch ohne sie alle Hände voll zu tun. Neben Kindererziehung, Lohnarbeit und Küchenrenovation fehlt uns schlicht die Zeit für Neues. Niemand lässt Platz im Kalender für «Transformation und gesellschaftlichen Wandel».

Fan von der Stimme?
Lassen Sie sich die Kolumne von Patrick Karpiczenko vorlesen.

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Und so schliessen wir die Augen, stecken die Finger in die Ohren und hoffen, dass alle Veränderung an uns vorbeizieht. Wie aktuell beim Thema Künstliche Intelligenz. Obschon seit mindestens drei Jahren klar ist, wie nützlich die Anwendungen des maschinellen Lernens sein können, halten es viele noch immer für einen fabrizierten Hype. Wie die Blockchain, das Metaverse oder Aromat Chips. Aber die Arbeitswelt verändert sich, ob wir wollen oder nicht. Jeden Tag erscheint ein neues Tool, jede Woche wird eine neue Sau durchs globale Dorf getrieben. Und je schneller die Digitalisierung voranprescht, umso grösser wird die Sehnsucht nach der «guten alten Zeit». Die feuchten Träume von heute handeln alle von gestern.

Deswegen gibt es jetzt zum Glück das Vergangental™ – ein eigens dafür abgeriegeltes Reservat im Areal des ehemaligen Atomkraftwerkes Mühleberg (BE). Hier finden Schweizer:innen ein Zuhause, das garantiert frei ist von Trends und Innovationsdruck – aber dafür voll mit Telefonkabinen und einer EPA-Filiale. Das Internet im Vergangental™ sieht noch aus wie der Teletext und Mobiltelefone neuer als das Nokia 3210 existieren nicht. Statt einem iPad erhalten Kinder ein Skateboard, ein Jojo und eine Tetanusimpfung. Die Radiostation spielt DJ Bobo in Endlosschleife und der Smalltalk im Tearoom Sansibar dreht sich ausschliesslich um die aufblühende Karriere von Jungtalent Roger Federer.

So traumhaft das alles klingt, auch das Vergangental™ hat seine Probleme. Obschon sich alle Bewohner:innen einig sind, dass die Gegenwart zu weit gegangen ist, herrscht grosse Uneinigkeit darüber, wann denn genau die «gute alte Zeit» war. Während Millennials sich die Zeit vor der Jahrtausendwende zurückwünschen, sehnen sich andere nach den 80ern, den 50ern oder noch früheren Epochen zurück.

Und so kam es, dass das Vergangental™ in Sektoren unterteilt wurde. Jede Zeitzone streng separiert durch Zäune und Kleiderordnungen. Im Osten lebt man 1987, im Westen 1954, und im Süden gibt es ein paar Familien, die hartnäckig behaupten, die Belle Époque sei noch nicht vorbei – dort trägt man Korsett und schwärmt von den Vorzügen der Telegrafie. Doch selbst hier treten Splitterungen auf: Eine radikale Fraktion lehnt das Automobil als «seelenlosen Lärm» ab, während die Progressiven darauf bestehen, dass ein Benz Patent-Motorwagen von 1898 noch absolut epochenkonform sei.

Denn selbst Nostalgie ist Ansichtssache. Trotzdem freue ich mich, dass wir als Gesellschaft auch Platz haben für Menschen, die in der Vergangenheit leben wollen. Und sobald die Verweigerer:innen ins Vergangental™gezogen sind, kann der Rest von uns entspannt an der Zukunft teilnehmen. Denn die aktuelle Veränderung dürfen wir nicht verschlafen. Künstliche Intelligenz funktioniert
als Katalysator bestehender Systeme. Im Guten wie im Schlechten. Nur wenn wir uns der Transformation stellen, können wir sie in unserem Sinne gestalten.

Neues von CMI

KI Key Visual

KI+ – gemacht für die öffentliche Hand

Künstliche Intelligenz verspricht Effizienz, Entlastung und neue Möglichkeiten. Doch wie schafft KI zwischen Chatbots, Insellösungen und Datenschutzbedenken tatsächlich Mehrwert im Schul- und Verwaltungsalltag? Mit KI+ bringt CMI kein weiteres Tool, sondern eine integrierte Plattform – sicher, kontextbewusst und konsequent auf die Realität der öffentlichen Hand ausgerichtet.

Schulen und Verwaltungen brauchen mehr als einen KI-Chat
Die Diskussion um künstliche Intelligenz wird oft von spektakulären Anwendungen und generischen Tools dominiert. In Verwaltungen und Schulen zeigt sich jedoch rasch: Ohne Zugriff auf Dossiers, ohne Berücksichtigung von Berechtigungen und Datenschutz sowie ohne Einbettung in bestehende Prozesse bleibt KI ein Fremdkörper – der Nutzen bleibt aus, der Mehraufwand steigt.

Für Stefan Bosshard, CEO von CMI, liegt genau hier der Knackpunkt: «Der Nutzen von KI entscheidet sich nicht an der Technologie, sondern daran, ob sie zur Arbeitsrealität passt. Für Organisationen der öffentlichen Hand heisst das: sicher, nachvollziehbar und integriert – alles andere bleibt Spielerei.» KI muss dort unterstützen, wo Mitarbeitende der öffentlichen Hand ihre tägliche Arbeit leisten: im Dossier, in der Sitzung und im Entscheidungsprozess – nicht losgelöst davon.

KI+ – Sicher. Smart. Integriert.
Mit KI+ denkt CMI künstliche Intelligenz bewusst als Plattform und nicht als isoliertes Werkzeug. Der Anspruch ist klar: KI+ soll bestehende Abläufe unterstützen, nicht neue Komplexität schaffen. Drei Leitprinzipien prägen die Lösung: sicher, smart und integriert. Sicherheit ist dabei kein Zusatz, sondern Voraussetzung. KI+ wird in der Schweiz betrieben, folgt konsequent dem Prinzip Privacy by Design und verzichtet vollständig auf das Training von KI-Modellen mit Kundendaten.

«Für uns war von Anfang an klar: KI+ muss sich den Anforderungen von Schulen und Verwaltung unterordnen – nicht umgekehrt.»

Christoph Bühler, Leiter Innovation

KI+ Würfel

Sicher

KI+ Würfel Smart

Smart

KI+ Würfel Integriert

Integriert

1. Integriert: KI+ ist im Web Client am gleichen Ort wie Dossiers oder Sitzungen.
2. Kontext: Anhänge (Dossiers/Sitzungen) oder Tools (z. B. Websuche) gezielt auswählen.
3. Assistenten: Vorkonfigurierte Aufgaben/Vorgänge einfach starten.

Wenn KI direkt im Sitzungsprozess unterstützt
Wie sich dieser Ansatz im Alltag auswirkt, zeigt sich beispielhaft im Sitzungsmanagement. KI+ ist direkt in den CMI Web Client integriert und ist dort einsetzbar, wo Sitzungen vorbereitet, durchgeführt und dokumentiert werden. KI+ berücksichtigt relevante Unterlagen, versteht den Kontext der Traktanden und erstellt verschiedene Protokollvarianten – vom Beschlussprotokoll bis zur Aufgabenliste. Dabei arbeitet KI+ mit dem konkreten Sitzungsdossier als Quelle und übernimmt die individuellen Berechtigungen der Mitarbeitenden.

«Echter Mehrwert entsteht erst, wenn das richtige KI-Modell mit dem richtigen Kontext und klar definierten Assistenten zusammenspielt.»

Christoph Bühler, Leiter Innovation

Die Verantwortung bleibt dabei immer beim Menschen: KI+ bereitet vor, Mitarbeitende prüfen, ergänzen und entscheiden.

Mehr als Technologie
Die Einführung von KI+ in Schulen und Verwaltungen ist kein reines IT-Projekt. Sie verändert Arbeitsweisen, Rollen und Erwartungen. Deshalb versteht CMI die Implementation von KI+ ausdrücklich als Transformationsvorhaben. Neben der technischen Plattform stellt CMI darum Einführungsangebote, Schulungen und praxiserprobte Konzepte zur Verfügung, um Organisationen auf diesem Weg zu begleiten.

«KI+ entfaltet ihren Nutzen erst dann, wenn sie strukturiert eingeführt und im Alltag verankert ist», sagt Christoph Bühler. «Einzelne Experimente reichen nicht. Es braucht gemeinsame Standards und eine klare Nutzung im Arbeitsprozess.» Das Ziel ist dabei immer dasselbe: spürbare Entlastung für Mitarbeitende, ohne die Verantwortung aus der Hand zu geben.

1. Integriert: KI+ ist im Web Client am gleichen Ort wie Dossiers oder Sitzungen.
2. Kontext: Anhänge (Dossiers/Sitzung) oder Tools (z.B. Websuche) gezielt auswählen.
3. Assistenten: Vorkonfigurierte Aufgaben/Vorgänge einfach starten.

Von der Assistenz zur intelligenten
Prozessunterstützung CMI verfolgt mit KI+ eine klare, langfristige Vision – getragen von einem tiefen Verständnis für die Arbeitsrealität der öffentlichen Hand. Heute unterstützt die Plattform bei Recherche, Protokollierung oder Textentwürfen. In Zukunft soll KI+ verstärkt proaktiv entlasten, etwa im Posteingang, bei der Dossiereröffnung oder in standardisierten Verwaltungsprozessen. Immer integriert in bestehende Abläufe, immer nachvollziehbar im Entscheidungsprozess. KI+ steht damit für einen nüchternen, aber ambitionierten Ansatz: künstliche Intelligenz als verlässliche Unterstützung, die Schulen und Verwaltungen spürbar entlastet und Raum für ihre Kernaufgaben schafft – dort, wo Mitarbeitende täglich arbeiten, entscheiden und Verantwortung übernehmen.

So funktioniert KI+
Die KI+ Plattform steuert Kontext, Prompts und angebundene Modelle und ist speziell auf die Anforderungen der öffentlichen Hand ausgerichtet. Über ein responsives Frontend ist KI+ als eigenständige Applikation oder direkt in CMI integriert nutzbar und offen für weitere Fachlösungen. Öffentliche Datenbanken oder Public APIs lassen sich ebenso anbinden wie private Systeme – ab Release 26 direkt aus CMI, später auch aus weiteren Finanz- oder CRM-Lösungen. Das macht KI+ zur sicheren, integrierten und flexibel erweiterbaren Lösung für Schulen und Verwaltungen.

Kundenbericht Kanton Uri

Vorwärtskommen statt verwalten: Warum Uri mit der CMI Cloud neue Spielräume gewinnt

Weniger Betriebsaufwand, mehr Tempo, klarere Perspektiven: Der Kanton Uri hat seine CMI-Umgebung in die Cloud verlagert. Nicht aus Technikbegeisterung, sondern aus Überzeugung – und mit einem klaren Ziel: den Alltag entlasten und Raum für Weiterentwicklung schaffen.

Ein Entscheid mit Haltung Der Entscheid für die CMI Cloud fiel beim Kanton Uri nicht aus einer Laune heraus. Über Jahre hinweg lief CMI stabil im eigenen Rechenzentrum. Doch mit jedem Update, jeder Anpassung und jeder Erweiterung wuchs der Aufwand. Gleichzeitig nahm die Bedeutung der digitalen Zusammenarbeit stetig zu. «Wir haben gemerkt, dass wir mit dem bisherigen Modell an Grenzen stossen», sagt Adrian Zurfluh, Kanzleidirektor-Stv. und Informationsbeauftragter des Kantons Uri.

«Wenn wir digital vorwärtsmachen wollen, müssen die Grundlagen stimmen.»

Adrian Zurfluh, Kanzleidirektor-Stv. und Informationsbeauftragter Kanton Uri

Die Cloud wurde damit zur strategischen Frage, nicht zur technischen. Es ging darum, Verantwortung klar zu regeln, Prozesse zu vereinfachen und Kapazitäten dort freizuspielen,
wo sie gebraucht werden.

Adrian Zurfluh

Adrian Zurfluh, Kanzleidirektor-Stv. und Informationsbeauftragter Kanton Uri

Interview mit Adrian Zurflug
Warum Uri auf die CMI Cloud setzt und was das für die Verwaltung bedeutet.
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Vertrauen ist kein Nebenschauplatz
Ein solcher Schritt braucht Vertrauen. In die Lösung wie auch in den Partner. Uri setzt seit vielen Jahren auf CMI. Diese Kontinuität war entscheidend. «Wir kennen CMI seit Langem. Man weiss, wie der andere arbeitet, wie Entscheidungen zustande kommen und dass Abmachungen halten. Das ist bei einem Schritt dieser Tragweite zentral», erklärt Zurfluh.

Vor dem Entscheid wurden Performance-Tests durchgeführt, Datenschutzfragen geklärt und eine Datenschutzfolge-Abschätzung erarbeitet. Erst als der kantonale Datenschutzbeauftragte grünes Licht gab, war klar: Dieser Weg ist tragfähig.

«Wenn man Daten in die Cloud gibt, muss man genau wissen, wo sie liegen und wer Zugriff hat. Diese Transparenz war für uns Voraussetzung.»

Adrian Zurfluh, Kanzleidirektor-Stv. und Informationsbeauftragter Kanton Uri

Komplexität anerkennen – Wirkung priorisieren
Die Ausgangslage war anspruchsvoll: Zehn Mandanten, enge Abhängigkeiten, zahlreiche Schnittstellen. Technisch war vieles möglich – organisatorisch brauchte es Klarheit. Ein Vorprojekt schuf die Basis. Prozesse wurden überprüft, Abhängigkeiten sichtbar gemacht, Zeitpläne realistisch eingeschätzt. Ziel war nicht Perfektion, sondern Sicherheit. «Wir hatten die technischen Bausteine bereits», sagt Janick Nievergelt, Projektleiter bei CMI. «Die entscheidende Frage war ‹Welchen konkreten Nutzen hat die Cloud für den Kanton?› Darauf haben wir den Fokus gelegt.» Das Vorprojekt zahlte sich aus. Die Umstellung verlief kontrolliert, Risiken wurden minimiert, die Kommunikation eng geführt. «Nach jeder Etappe sollten alle ruhig schlafen können», so Nievergelt.

Der Unterschied zeigt sich im Alltag
Der eigentliche Mehrwert der Cloud zeigt sich nicht am Umstellungstag, sondern im täglichen Arbeiten. Genau dort setzt Silvia Gut, Projektleiterin und Organisationsentwicklerin beim Kanton Uri, an. «Für die Anwendenden soll sich möglichst wenig verändern. Ausser es wird einfacher», sagt sie. «Der Zugang zu CMI ist nun unkomplizierter. Der Umweg über Citrix fällt weg. Das erleichtert das Arbeiten im Büro, im Homeoffice oder unterwegs.»

Auch im Support hat sich die Dynamik verändert. «Früher waren oft mehrere Stellen involviert, bis etwas angepasst werden konnte», so Gut. «Heute ist der Weg direkter. Das spart Zeit – für uns und für CMI.» Ein weiterer zentraler Punkt sind die Updates. Statt grosser Release-Projekte im Jahres- oder Zweijahresrhythmus werden Neuerungen heute laufend integriert. «In einer schnelllebigen Arbeitswelt ist es wichtig, aktuell zu bleiben», sagt Gut. «Mit der Cloud schaffen wir das, ohne den Betrieb jedes Mal auf den Kopf zu stellen.»

Silvia Gut

Silvia Gut, Projektleiterin und Organisationsentwicklerin Kanton Uri

Nähe zu neuen Funktionen – ohne Zwang
Mit der Cloud ist der Kanton Uri näher an neuen Releases und Funktionen. Gleichzeitig bleibt der Wandel kontrolliert. «Nicht jede Neuerung muss sofort alles verändern», sagt Zurfluh. «Für Power-User bleibt der Desktop-Client zentral. Wer unterwegs schnell etwas nachschauen will, nutzt den Web-Client. Diese Flexibilität ist wichtig.»

Auch neue Themen rücken näher, etwa KI. «Wir haben den Auftrag, Antworten zu liefern, wie wir mit KI umgehen», so Zurfluh. «Mit KI+ von CMI können wir das in einem geschlossenen, kontrollierten Umfeld angehen. Das schafft Vertrauen.»

Grundlage für das, was kommt
Die Cloud ist für Uri kein Abschluss, sondern eine Basis: Für die bessere Verzahnung mit Microsoft 365, für neue Module oder für künftige Digitalisierungsprojekte, zum Beispiel rund um Archivierung oder durchgängige digitale Prozesse. «Wenn man diese Schritte nicht macht, bleibt man stehen», sagt Silvia Gut. Der Wechsel in die CMI Cloud entlastet den Kanton Uri – organisatorisch und im Alltag. Vor allem aber hat er Spielräume geschaffen: für Weiterentwicklung, für neue Lösungen und für eine Verwaltung, die bewusst vorwärtsgeht. Nicht schneller um jeden Preis. Sondern verlässlicher – und damit zukunftsfähig.

«Die Cloud ist kein Selbstzweck. Sie ist eine Voraussetzung, um Systeme sinnvoll weiterzuentwickeln.»

Silvia Gut, Projektleiterin und Organisationsentwicklerin Kanton Uri

Kundenbericht Schaffhausen

Schaffhausen: gemeinsame Plattform, gemeinsame Perspektive

Kanton und ausgewählte Gemeinden nutzen in Schaffhausen künftig dieselbe Software für die Geschäftsverwaltung. Während der Kanton CMI ausweitet, migrieren dreizehn Gemeinden auf die Plattform und schaffen so neue Voraussetzungen für die Zusammenarbeit.

Ein Entscheid aus Überzeugung
Im März 2025 hat der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen einen Entscheid gefällt, der über eine klassische Systemwahl hinausgeht: CMI wird als Konzernprodukt der kantonalen Verwaltung bestätigt und gleichzeitig für die Gemeinden im Kanton geöffnet. Parallel dazu haben sich dreizehn Gemeinden für die Migration auf CMI entschieden. Was auf den ersten Blick wie zwei unabhängige Entscheide wirkt, folgt einer gemeinsamen Haltung: Digitalisierung wird nicht als punktuelles Projekt verstanden, sondern als dauerhafte Aufgabe mit Verantwortung über Organisationsgrenzen hinweg.

«Ausschlaggebend ist der einfache Umstand, dass wir seit über 20 Jahren mit CMI arbeiten – und das funktioniert», sagt Stefan Bilger, Staatsschreiber des Kantons Schaffhausen. «Das klingt trivial, ist aber aus operativer Sicht zentral.» Hinzu kommt das Vertrauen in den Partner hinter der Lösung.

«CMI ist ein Schweizer Anbieter, nahe bei uns und gut erreichbar. Diese Nähe und die Qualität der Betreuung haben über Jahre Vertrauen geschaffen.»

Stefan Bilger, Staatsschreiber Kanton Schaffhausen

Stefan Bilger

Stefan Bilger, Staatsschreiber Kanton Schaffhausen

Bei Entscheiden mit so langfristiger Wirkung ist für Stefan Bilger auch Kontinuität wichtig: «Man fragt sich, ob es Produkt und Firma auch in zehn oder fünfzehn Jahren noch gibt. Dieses Vertrauen in die Beständigkeit war für uns entscheidend.»

Die gemeinsame Plattform ist damit kein technischer Zufall, sondern ein bewusster Governance-Entscheid: Kanton und Gemeinden richten ihre digitale Geschäftsverwaltung an denselben Grundsätzen aus – mit gemeinsamer Logik, gemeinsamen Prozessen und einem einheitlichen Verständnis von Verantwortung.

Eine Plattform für Kanton und Gemeinden
Mit dem Entscheid geht eine deutliche Ausweitung der Nutzung von CMI innerhalb der kantonalen Verwaltung einher. Während das System bisher primär für die Regierungsratsbeschlüsse und auf Departementsstufe eingesetzt wurde, nutzen Parlament und Kommissionen CMI bereits heute für Sitzungsunterlagen und Dossiers. Im nächsten Schritt wird die Nutzung auf weitere Dienststellen ausgeweitet: Geschäfte werden künftig direkt aus den Fachstellen heraus erfasst, statt über Departementssekretariate geführt zu werden. Das verändert den Arbeitsalltag spürbar. Die Geschäftsverwaltung wird einheitlicher und Medienbrüche werden reduziert.

«Es ist einfacher, wenn man mit dem gleichen System arbeitet.»

Stefan Bilger, Staatsschreiber Kanton Schaffhausen

Die gemeinsame Plattform schafft damit die Grundlage für eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit im Tagesgeschäft. Parallel dazu stellen dreizehn Gemeinden ihre bisherige Sitzungs- und Protokoll-Software auf CMI um. Der notwendige Wechsel wird im Kanton Schaffhausen bewusst als Chance genutzt: Die Gemeinden bekommen nicht nur eine Nachfolgelösung, sondern ein integriertes Dokumenten- und Geschäftssystem mit Perspektive für weitere Module.

Synergien durch gemeinsames Vorgehen
Der gleichzeitige Einsatz bei Kanton und Gemeinden ist das Ergebnis einer koordinierten Planung. Die gemeinsame Systemumgebung reduziert Komplexität und vereinfacht das Updatemanagement. Zudem ergeben sich Synergien im Support und in der Schulung: Der zeitgleiche Einstieg der Gemeinden fördert den Austausch untereinander. Die Einführung erfolgt in drei Wellen mit jeweils vier Gemeinden. Schulungen, Begleitung und Inbetriebnahme sind weniger ein technisches IT-Projekt als ein organisatorischer Veränderungsprozess. Bestehende Arbeitsweisen werden hinterfragt, Abläufe neu gedacht und Schritt für Schritt im Alltag verankert. Entscheidend ist dabei die Phase nach dem Projektabschluss, wenn CMI von den Gemeindemitarbeitenden im Alltag konsequent genutzt und weiterentwickelt wird.

Viele Gemeinden im Kanton Schaffhausen arbeiten mit knappen Ressourcen. Entsprechend muss die Lösung im Alltag funktionieren und als spürbare Entlastung wahrgenommen werden. So steht der Web Client im Zentrum, nur wenige Administrationsarbeiten werden mit dem Desktop Client gemacht. Strukturierte Schulungen und die persönliche Präsenz der CMI-Mitarbeitenden vor Ort schaffen Sicherheit und Vertrauen. Gerade für kleinere Gemeinden erleichtert dies den Übergang vom Projekt in den täglichen Betrieb.

Gleichzeitig profitieren die Gemeinden davon, dass der Kanton und grössere Gemeinden bereits mit derselben Lösung arbeiten – Erfahrung, Support und Weiterentwicklung sind vorhanden.

Zusammenarbeit mit Perspektive
Der Kanton Schaffhausen und die beteiligten Gemeinden haben nicht einfach eine Software beschafft. Sie haben eine gemeinsame Grundlage für die digitale Zusammenarbeit der kommenden Jahre geschaffen. «Wir haben geprüft, ob es auf dem Markt eine Alternative gibt, die sich mit vertretbarem Aufwand einführen lässt – und keinen Grund gesehen, das in den letzten 20 Jahren Gewachsene in Frage zu stellen, weder beim Produkt noch beim Partner», sagt Stefan Bilger. Der Entscheid trägt auch dem notwendigen Initialaufwand Rechnung.

Der Rheinfall prägt das Bild des Kantons – ein strategischer Softwareentscheid prägt künftig die Zusammenarbeit von Kanton und ausgewählten Gemeinden.

«Ein gewisser Initialaufwand ist nötig, um Vereinfachungen und Effizienzgewinne zu erschliessen. Man kommt heute nicht darum herum.»

Stefan Bilger, Staatsschreiber Kanton Schaffhausen

Die Perspektive reicht damit über die aktuelle Einführung hinaus: Weg von Einzellösungen, hin zu einem digitalen Ökosystem, das wächst, weil es gemeinsam genutzt und weiterentwickelt wird.

Interview mit Stefan Bilger
Warum Schaffhausen auf Kontinuität setzt – und weshalb Vertrauen bei Systementscheiden den Ausschlag gibt.
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Kundenbericht Dübendorf

Wie die Stadt Dübendorf vier CMI-Mandanten in die Cloud brachte

Der Wechsel war kaum spürbar. Einloggen, weiterarbeiten, keine Umstellung. Für die Stadt Dübendorf war genau das der Massstab, als vier eigenständige CMI-Mandanten gleichzeitig in die Cloud migriert wurden: Stabilität im Alltag bei deutlich weniger Aufwand im Betrieb.

Die Stadt Dübendorf arbeitet seit vielen Jahren mit CMI. Über die Zeit sind dabei vier eigenständige Mandanten entstanden: je einer für den Stadtrat, das Zivilstandsamt, die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde sowie den Gemeinderat. Jede dieser Abteilungen brachte eigene fachliche Anforderungen, Abläufe und Systemkonfigurationen mit. Auch der Betrieb war entsprechend unterschiedlich organisiert: historisch gewachsen, funktional abgestimmt auf den jeweiligen Bedarf, aber zunehmend aufwändig in der Koordination.

Für die IT bedeutete diese Vielfalt einen hohen Aufwand im Alltag. Updates, Wartung, Sicherheitsanforderungen und der laufende Betrieb mussten mandantenspezifisch geplant und abgestimmt werden. Das funktionierte zuverlässig, band aber Ressourcen. Mit Blick nach vorne wurde deutlich, dass ein gemeinsamer, standardisierter Betrieb langfristig Vorteile bringen würde.

Gabriela Engler, Leiterin Informatikdienste Stadt Dübendorf

Ein strategischer Entscheid, kein Technikprojekt
«Der Schritt in die Cloud war für uns keine technologische Spielerei. Er nimmt uns operativen Ballast ab und schafft eine stabile, standardisierte Basis für den Betrieb», sagt Gabriela Engler, Leiterin Informatikdienste der Stadt Dübendorf. Der Entscheid für die Cloud war deshalb bewusst strategisch. Nicht als Innovationsschritt, sondern als Vereinfachung und um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden: Verfügbarkeit, Sicherheit, mobiles Arbeiten, Skalierbarkeit – alles gleichzeitig.

Heute laufen Wartung, Updates und technische Absicherung zentral und automatisiert in der CMI Cloud. Abhängigkeiten von einzelnen Schlüsselpersonen nehmen ab, der Betrieb wird planbarer. Die Cloud wird damit nicht zum Selbstzweck, sondern zur Voraussetzung für langfristige Stabilität.

«Wir müssen weniger reaktiv arbeiten und gewinnen Zeit für strategische und fachnahe Themen.»

Gabriela Engler, Leiterin Informatikdienste Stadt Dübendorf

Vier Mandanten, vier Projekte, ein Plan
Die Umsetzung verlangte Disziplin – vor allem in der Vorbereitung. Die vier Mandanten wurden bewusst als eigenständige Teilprojekte geplant, aber in einem gemeinsamen Takt während den Sommerferien umgesetzt. Noch bevor der eigentliche Wechsel stattfand, wurden Schnittstellen geprüft und notwendige Updates auf der bestehenden Infrastruktur durchgeführt.

Für Sonja Brenner, Projektleiterin bei CMI, lag der Schlüssel nicht in einzelnen Massnahmen, sondern im Zusammenspiel. «Entscheidend war, dass wir alle Schritte sauber geplant und die Beteiligten früh eingebunden haben», sagt sie rückblickend. «So konnten wir die Migration kontrolliert durchführen, ohne Überraschungen im Betrieb.» Diese Vorbereitung zahlte sich in der Umsetzung aus. Mehrere kurze Wartungsfenster ersetzten längere Unterbrüche, jeder Mandant wurde nach dem Wechsel gezielt abgenommen. Der Übergang verlief dadurch kontrolliert und ruhig.

Entlastung und ein Ansprechpartner
Im Betrieb zeigt sich der Effekt unaufgeregt, aber konsequent. Infrastrukturaufgaben wie Serverbetrieb, Patching oder Backups liegen heute nicht mehr bei der Stadt. Updates werden regelmässig eingespielt, der Zugriff ist klar geregelt, der Betrieb bleibt aktuell. Für die Fachbereiche bedeutet das vor allem eines: weniger Abstimmung, weniger Abhängigkeiten im Alltag.

«Das Zügeln in die Cloud ging reibungslos. Was ich schätze, ist, dass wir nun einen Ansprechpartner haben bei Supportfällen. Kein Hin und Her zwischen Software- und Hardwarebetreiber», sagt Michael Brändli, verantwortlich für den KES-Mandanten. Entscheidend sei dabei nicht eine neue Funktion oder Oberfläche, sondern die verlässliche Betreuung. «Immer aktuell, immer verfügbar – und keine eigene Hardware, die gepflegt werden muss.» Dass Releases schneller verfügbar sind und Fehler rasch behoben werden, nimmt Brändli als Teil dieses neuen Normalzustands
wahr. Der Gewinn liegt für ihn weniger in einzelnen Verbesserungen als in der Sicherheit, dass Betrieb und Weiterentwicklung verlässlich organisiert sind.

Cloud-Wechsel rechtzeitig angehen
Die Cloud hat in Dübendorf die Komplexität nicht erhöht, sondern im Alltag reduziert. Für die IT heisst das weniger operative Eingriffe und mehr Planbarkeit. Für die Fachbereiche bedeutet es ein System, das funktioniert, ohne erklärt oder abgesichert werden zu müssen. Der Wechsel hat Unsicherheiten nicht verschoben, sondern aufgelöst.

Aus Sicht der IT war das kein Zufall, sondern das Resultat eines bewussten Vorgehens. Gabriela Engler ordnet den Schritt rückblickend klar ein: «Aus IT-Sicht würde ich einer Gemeinde mit vergleichbarer Ausgangslage mitgeben, den Schritt in die Cloud nicht nur als technisches Projekt, sondern als strategische Entscheidung zu betrachten.»

Michael Braendli

Michael Brändli, Leiter Revisorat und Administration, KESB Dübendorf

Wichtig seien eine strukturierte Vorbereitung, realistische Erwartungen und ein verlässlicher Partner. Wer den Wechsel rechtzeitig angehe, könne Betriebsrisiken reduzieren und interne Ressourcen entlasten, statt dauerhaft Energie in den Erhalt einer immer komplexeren Infrastruktur zu investieren.

Das Projekt der Stadt Dübendorf zeigt trotz der komplexen Ausgangslage und den hohen Anforderungen: Ein Wechsel in die Cloud muss nicht laut sein, um Wirkung zu entfalten. Manchmal reicht es, wenn man ihn kaum merkt.

CMI-Bildung

Ein Standard so individuell wie Ihre Schule

An der SwissDidac im November 2025 zeigte CMI, wie die CMI-Bildungslösungen gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Schulen zugeschnitten werden können. Im Mittelpunkt standen konkrete Lösungspräsentationen – und die Rückmeldungen der Besucher:innen: Was hilft im Schulalltag, was wirkt vertraut und wo zeigt sich spürbare Weiterentwicklung?

Was Schulen am Stand konkret sehen wollten
Am Messestand drehte sich vieles um alltägliche Aufgaben in Schulen: Dokumente strukturiert ablegen und schnell wiederfinden, Bewertungen und Zeugnisse übersichtlich führen sowie Daten in klar geführten Schritten erfassen. Diese Beispiele machten sichtbar, wie CMI Schule und ergänzende Module wie «Lernende Plus» im Zusammenspiel mit CMI Dossier, CMI Angebote, CMI Sitzungen und CMI Protokoll genutzt werden. Unser Team vor Ort zeigte zudem neue Ansichten aus dem Release 26 sowie konkrete Anwendungsbeispiele rund um KI+. Nicht einzelne Funktionen standen im Vordergrund, sondern das Zusammenspiel – und die Frage, wie sich Abläufe im Schulalltag passgenau auf die jeweilige Schule abstimmen lassen.

Vertraut – und doch spürbar weitergedacht
In vielen Gesprächen zeigte sich eine klare Wiedererkennung aus bisherigen CMI-Lösungen. Gleichzeitig nahmen die Besucher:innen deutlich wahr, dass CMI Schule noch aufgeräumter, strukturierter und leistungsfähiger wirkt. Rückmeldungen wie «Die neuen Tabellenansichten sind grossartig.» oder

«Damit will ich sofort arbeiten.»

Kunde an der SwissDidac

fielen mehrfach. Besonders positiv hervorgehoben wurden die Übersicht, die Performance und die spürbare Entlastung bei wiederkehrenden administrativen Aufgaben.

Messestand CMI Swissdidac 26

Webinar CMI Schule
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Der Mehrwert wird greifbar
Auffällig war, wie klar Besucher:innen die Weiterentwicklungen erkannten. Neue Ansichten, verständliche Erfassungsassistenten und flexible Darstellungen für Noten und Zeugnisse sorgten für Aufmerksamkeit und vertiefte Gespräche. Diese Rückmeldungen zeigen: Schulen erkennen den Mehrwert unserer standardisierten CMI-Bildungslösungen, die sich dennoch individuell konfigurieren lassen – ein Standard so individuell wie Ihre Schule.

KI+ als stille Entlastung im Schulalltag
KI+ wurde mit Interesse, aber auch mit berechtigten Fragen zum Datenschutz diskutiert. Sobald unser Team konkrete Einsatzmöglichkeiten zeigte, wuchs die Neugier deutlich: etwa bei der Unterstützung bei Lernberichten, der automatischen Transkription von Gesprächen oder der Suche direkt in CMI Schule. Besonders geschätzt wurde der Gedanke, administrativ entlastet zu werden – und sich im Gespräch stärker auf Lernende sowie Förder- und Entwicklungsziele konzentrieren zu können.

Die Gespräche an der SwissDidac 2025 zeigen uns: CMI Schule wird als moderne, verständliche und alltagstaugliche Lösung wahrgenommen. Das direkte Feedback aus der Praxis bestätigt den eingeschlagenen Weg, einen verlässlichen Standard bereitzustellen, der Raum für individuelle Ausprägungen lässt.

CMI-Bildung

Support, der verbindet: Wenn aus zwei Teams eines wird

Hinter jeder CMI-Lösung steht ein starkes Team: Der Bildungssupport kennt CMI LehrerOffice, CMI Scolaris, CMI iCampus und CMI Schule in- und auswendig. Im vergangenen Jahr ist aus zwei Teams eines geworden – ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie aus Fachwissen echte Teamarbeit entsteht.

Wer bei CMI schon mal den Support kontaktiert hat, kennt die Situation: Etwas funktioniert nicht wie erwartet, ein Klick war zu viel oder man weiss schlicht nicht mehr, wie es weitergeht. Also Ticket erstellen, absenden und hoffen, dass bald Hilfe kommt.

Erreicht das Ticket den CMI-Support, wird es triagiert, d. h. ins «richtige» Team zur Bearbeitung weitergeleitet. Lange Zeit war dieser im CMI-Bildungsbereich nach Lösungen und Standorten getrennt organisiert. Mit CMI LehrerOffice, CMI Scolaris, CMI iCampus und CMI Schule betreuten die Supportteams Bildung mehrere mächtige, technologisch unterschiedliche Lösungen. Das Aarauer Team  bearbeitete Tickets zu CMI Scolaris und das Stammheimer Team Tickets zu den restlichen Bildungslösungen. «Wir wurden so den Kundenerwartungen nicht gerecht», sagt Simone Sterren, Leiterin Support Bildung. «Im Support spürte man wenig vom ONECompany-Gedanken. Jedes Team arbeitete mit den Lösungen, die es kannte.»

Die Herausforderung lag auf der Hand: Die Supporter:innen verfügen zwar über tiefes Wissen in ihrer Kernlösung, kennen aber die anderen Lösungen kaum. Gleichzeitig wuchs der Anspruch der Kund:innen nach schneller, ganzheitlicher Unterstützung. Das Ziel war klar: Wissen breiter verteilen und als Team enger zusammenwachsen.

Schritt 1: Zusammenfinden
Simone übernahm die Projektleitung für die Zusammenlegung der beiden Supportteams. Der erste Schritt war bewusst menschlich: sich wirklich kennenzulernen. «Natürlich kannten wir uns dem Namen nach – aber sechs Supporter:innen arbeiteten in Stammheim, vier in Aarau. Der Alltag spielte sich getrennt ab, obwohl wir natürlich online miteinander vernetzt waren», erzählt sie.

Beim ersten gemeinsamen Treffen wurden Rahmenbedingungen, Supportzeiten und Vertragsmodelle der verschiedenen Lösungen besprochen. Danach folgte ein Teamevent. «Das war wichtig, um Vertrauen aufzubauen und die Basis für die Zusammenarbeit zu legen», erklärt Simone. Applikationsbetreuerin Gaby Fellner erinnert sich: «Vor dem ersten Treffen war ich nervös, da vieles neu war.»

«Der Ausflug schuf eine positive Atmosphäre – ein gelungener Start für die Zusammenarbeit.»

Gaby Fellner, Supportteam Stammheim

CMI-Bildungssupport in Zahlen im Jahr 2025
– 7 988 bearbeitete Tickets
– 98.2 % Kundenzufriedenheit
– 796 Tickets im Mai (Höchststand): Fragen zu Fakturastellung, Vorbereitungen neues Schuljahr, Schuljahresabschluss
– 498 Tickets im April (Tiefststand): Ferienzeit

Schritt 2: Wissen teilen – und neu denken
Im zweiten Schritt stand der fachliche Austausch im Fokus. «Das war ein Findungsprozess », erzählt Simone. Denn jede Lösung folgt ihrer eigenen Logik. «Ich kann mein LehrerOffice-Wissen nicht einfach auf Scolaris übertragen.» Hinzu kamen die neuen CMI-Bildungslösungen, in deren Anwendung sich das Team parallel einarbeitete. Zunächst setzte man auf interne Schulungen mit dem Ziel, dass jede:r alle Anfragen bearbeiten kann. Doch schnell zeigte sich: Das reicht nicht.

«Die Lösungen sind so umfassend, dass man ohne regelmässige Praxis zu wenig tief drin ist», erklärt Simone. Gaby dazu: «Die grösste Herausforderung war es, die neue Lösung in ihrer Gesamtheit zu verstehen und die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Prozessen und Aufgaben richtig einzuordnen.»

Ein Plan B musste her. Die Lösung: «Tandem-Teams». Jeweils eine Person aus den zwei vorgängig getrennten Supportteams arbeiteten eng zusammen. Tickets wurden gemeinsam gelöst, ergänzt durch gezielte Zusatzschulungen. Der neue Alltag: Alle nehmen alle Anfragen entgegen – und lösen sie im Austausch. «Nach und nach realisierten wir, dass wir nun ein echtes Team sind», sagt Simone. «Es fing an, von selbst zu laufen. In den Tandem-Teams unterstützten wir uns gegenseitig », erzählt sie weiter.

Julita Prokopow, Supporterin aus dem Aarauer-Team ergänzt: «Ein echtes Teamgefühl entstand, als wir die ersten Aufgaben meisterten und unsere Abläufe immer reibungsloser wurden. Zudem verband uns ein gemeinsames Ziel: Unseren Kund:innen zu helfen und dafür zu sorgen, dass sie sich verstanden und gut aufgehoben fühlen.»

Mehrwert für Kund:innen
Vom neuen Modell profitieren vor allem unsere Kund:innen. Spitzenzeiten – etwa rund um den Zeugnisdruck oder BISTA – lassen sich besser abdecken, da mehr Supporter:innen einspringen können. Besonders wertvoll ist der ganzheitliche Blick: Nutzen Schulen mehrere CMI-Lösungen, kann das Supportteam ihre Anliegen aus einer Hand beantworten. So werden Zusammenhänge zwischen CMI LehrerOffice, CMI Scolaris, CMI iCampus oder Klapp besser verstanden – etwa, wenn Einstellungen in einem System Auswirkungen im anderen haben. «Das ermöglicht eine deutlich fundiertere Beratung», sagt Simone und fährt fort, «und für Kund:innen letztlich schneller passende Lösungen.»

Ein Prozess, der weitergeht
Der Wissensaufbau ist damit nicht abgeschlossen – im Gegenteil. «Zusammenwachsen ist kein Projekt mit Enddatum», betont Simone. «Es braucht Zeit, Austausch und die Bereitschaft, voneinander zu lernen.» Genau dieser gemeinsame Lernprozess prägt heute den Alltag im Supportteam Bildung. Was mit einer organisatorischen Zusammenlegung begann, ist zu einer echten Teamleistung geworden. Für Simone ist klar: «Support bedeutet helfen – egal, ob am anderen Ende ein:e Kund:in sitzt oder ein:e Teamkolleg:in.» Genau dieses Verständnis macht den heutigen CMI-Support aus.

«Supporter leben davon, Menschen zu helfen.»

Simone Sterren, Leiterin Support Bildung

CMI-Bildung

Digitale Bildungslösungen, die den Schulalltag wirklich verstehen

CMI versteht Schule, weil Schule bei CMI gelebt wird. Die Mitarbeitenden bringen Erfahrung aus den unterschiedlichsten Bereichen des Schulalltags mit. So entwickelt CMI digitale Bildungslösungen, die Ordnung schaffen, Aufwand reduzieren und den Schulalltag spürbar erleichtern.

Digitale Lösungen für Schulen gibt es viele. Doch nur wenige treffen den Kern dessen, was Schule im Alltag ausmacht: pädagogische Verantwortung, administrative Realität und eine Vielzahl von Anspruchsgruppen, die zusammenarbeiten. Wer an Digitalisierung im Bildungsumfeld denkt, braucht mehr als technisches Know-how – nötig ist Erfahrung aus dem Klassenzimmer, der Musikschule, der Schulsozialarbeit und der Schulpsychologischen Dienste, der Schulleitung, der Verwaltung und vielem mehr. Bei CMI ist genau dieses Wissen Teil der DNA. Möglich wird das durch die Bündelung der Kompetenzen von CMI Schule, LehrerOffice, Scolaris, iCampus und Klapp – und vor allem durch Menschen, die Schule selbst gelebt haben.

Praxiswissen in Lösungen übersetzt
Genau hier setzt CMI an. Viele Mitarbeitende haben selbst als Lehrpersonen, Schulleitungen oder in der Schulverwaltung gearbeitet. Dieses Erfahrungswissen prägt die Entwicklung der Lösungen – von der Benutzerführung bis zur Struktur der Daten. Für Patrick Siegenthaler ist klar: Nur mit einer gesamtheitlichen Perspektive lassen sich Redundanzen vermeiden, Schnittstellen effizient umsetzen und sicherstellen, dass alle Anspruchsgruppen mit denselben Daten arbeiten – gerade weil deren Anforderungen stark variieren.

«Eine digitale Lösung für Schulen muss immer als Gesamtsystem gedacht werden.»

Patrick Siegenthaler, Leiter Bildung und ehem. Schulpräsident

Forschung trifft Schulalltag
Neben der Praxis fliesst auch wissenschaftliches Know-how in die CMI-Lösungen ein. In Zusammenarbeit mit Hochschulen wie der PH St. Gallen oder der PH Luzern werden Themen wie überfachliche Kompetenzen oder Förderdiagnostik in der CMI-Lösung gezielt weiterentwickelt. Dieses Zusammenspiel von Forschung, Entwicklung und Praxiserfahrung sorgt dafür, dass digitale Werkzeuge nicht an der Realität vorbeigehen, sondern den Schulalltag wirklich verbessern.

Das Ergebnis: Eine Gesamtlösung, die Freiräume schafft. Anwesenheiten erfassen, Angebote abrechnen, Dokumente verwalten oder Informationen datenschutzkonform austauschen – vieles lässt sich mit wenigen Klicks erledigen. Der administrative Aufwand sinkt spürbar.

Die folgenden Stimmen zeigen, aus welchen beruflichen Perspektiven heraus Mitarbeitende bei CMI auf den Bildungsbereich blicken, und wie die CMI-Lösung tatsächlich im Alltag unterstützt:

Patrick Siegenthaler

Patrick Siegenthaler, Leiter Bildung
Ehem. Schulpräsident

«Aus meiner Zeit als Schulpräsident kenne ich die Probleme verstreuter Daten und unübersichtlicher Abläufe. Bei CMI entwickeln wir deshalb Lösungen, die alle Anspruchsgruppen vernetzen und die Verwaltung deutlich vereinfachen.»

Vanja Decurtins, Produktmanagement
Ehem. Projektleiterin Verwaltung Primarstufe PH Zürich

«In meiner früheren Funktion waren fehlende Standards und unterschiedliche digitale Kompetenzniveaus im Team eine tägliche Herausforderung. Diese Erfahrungen prägen meine Sicht auf die Gestaltung unserer Lösungen.»

Tom Köppel

Tom Köppel, Key Account Manager
Ehem. Lehrperson Tagesschule

«Ich weiss, wie mühsam das Führen von Anwesenheits-und Essenslisten ist. CMI Angebote vereinfacht solche Abläufe deutlich und reduziert den administrativen Aufwand für Verwaltung und Betreuungspersonen auf ein Minimum.»

Anja Tischer

Anja Tischer, Projektleiterin
Ehem. Lehrperson und interner ICT-Support

«Digitale Tools im Alltag einzubetten ist für viele herausfordernd. Diese Erfahrung habe ich als Lehrerin und ICT-Supporterin einer Schule selbst gemacht. Meine Perspektive hilft uns bei CMI, Anwendungen zu entwickeln, die intuitiv, gut begleitet und praxisnah sind.»

Felix Sprecher, Projektleiter
Ehem. Schulleiter

«Aus meiner Zeit als Schulleiter weiss ich: Unsicherheiten entstehen dann, wenn Daten an verschiedenen Orten abgelegt werden. Bei CMI gestalten wir Lösungen, die klare Strukturen und effiziente Suchfunktionen bieten.»

Heinz Bigler, Softwareentwickler
Entwickelt seit über 18 Jahren SSA-Lösungen

«In der Schulsozialarbeit besteht ein besonderes Bedürfnis, die eigene Arbeit über Auswertungen und Statistiken nachvollziehbar zu machen. CMI bietet die nötige Flexibilität, um auf die spezifischen Anforderungen der Schulsozialarbeiter:innen einzugehen.»

Benno Peter, Projektleiter
Betreut Musikschulen seit über 5 Jahren

«In der Gesamtlösung liegen die Daten der Schüler:innen aus der Primar- und Musikschule im gleichen Topf. Das erleichtert die Administration enorm.»

Marco Lengg

Marco Lengg, Key Account Manager
Ehem. Lehrperson

«Früh habe ich gesehen, welchen Unterschied digitale Werkzeuge für den Schulalltag machen können. Bei CMI setzen wir dieses Wissen gezielt ein, um Lösungen zu entwickeln, die Lehrpersonen spürbar entlasten.»

Lesen Sie im Blogbeitrag,
welche persönlichen Erfahrungen unsere Mitarbeitenden im Schulalltag gemacht haben.
» mehr

Neu von CMI

CMI und Microsoft 365

Zusammenarbeiten gehört heute zum Alltag. Gleichzeitig müssen Dokumente, Entscheide und Geschäfte nachvollziehbar, vollständig und sauber archiviert sein. Mit der M365-Integration verbindet CMI beide Anforderungen gezielt – ohne Kompromisse bei Ordnung oder Flexibilität.

Illustration CMI - M365

Zwei Systeme, ein Zusammenspiel
CMI und Microsoft 365 haben unterschiedliche Stärken. CMI sorgt für strukturierte Dossier- und Prozessführung, Versionierung und Archivierung. Microsoft 365 ermöglicht Ad-hoc-Kollaboration in Teams. Die M365-Integration verbindet diese Welten bewusst: Dokumente werden dort gemeinsam bearbeitet, wo es Sinn macht – und dort geführt, wo Verlässlichkeit gefragt ist.

Kern der Integration sind drei Funktionen: gleichzeitiges Bearbeiten von Dokumenten, die Verknüpfung von Geschäften und Dossiers mit Teams-Kanälen sowie der geführte Import und die Archivierung von Dokumenten aus Microsoft 365. Zusätzlich zur Zusammenarbeit an Dokumenten lassen sich ab Release 26 auch Aufgaben aus CMI heraus in Microsoft To Do übertragen.

Sauber zurück ins Dossier
Nach Abschluss der Zusammenarbeit werden Dokumente automatisch in der aktuellen Version zu CMI zurückgeführt. Check-in-Informationen, Versionierung und Ablage bleiben erhalten. Sicherheits- und Sensitivitätsinformationen aus Microsoft Purview werden übernommen und in CMI sichtbar gemacht. Hinweise unterstützen Benutzer:innen dort, wo geschützte Dokumente in nachgelagerten Prozessen relevant werden.

So entsteht eine durchgängige Arbeitsweise: Teams arbeiten flexibel im gewohnten M365-Umfeld, die Organisation behält jederzeit Ordnung, Nachvollziehbarkeit und Archivqualität. Struktur und Kollaboration greifen ineinander – das Beste aus zwei Welten.

Microsoft Purview & CMI: Sensitivität sichtbar, Sicherheit integriert
Dokumente aus Microsoft 365 können neu mit Microsoft Purview Sensitivity Labels geschützt sein. Ab Release 26 übernimmt CMI diese Informationen automatisch beim Check-in: Das Sensitivity Label sowie der Schutzstatus werden in den Metadaten gespeichert und in der CMI-Oberfläche angezeigt. So bleibt die Sensitivität eines Dokuments auch im Dossier sichtbar. Gleichzeitig unterstützt CMI die Benutzer: innen mit gezielten Hinweisen – etwa beim Signieren und der Publikation von Dokumenten oder beim Geschäftsabschluss – wenn geschützte Dokumente betroffen sind.

CMI-Welt

Kritische Begleiter:innen aus der Praxis

Am 13. Mai 2025 trafen sich die CMI-Ambassador:innen erstmals bei CMI in Schwerzenbach. Mit dabei waren Menschen, die täglich mit CMI-Lösungen arbeiten, sie einführen, erklären und verantworten.

CMI entwickelt Lösungen für Verwaltungen und Schulen, die im Betrieb bestehen müssen. Was in Konzepten schlüssig wirkt, zeigt seine Qualität erst im Einsatz. Genau hier setzt der Austausch mit den CMI-Ambassador:innen an. Sie bringen ihre Perspektive aus öffentlicher Verwaltung und Bildung ein – aus Rollen, in denen Entscheide Konsequenzen haben und Vereinfachungen spürbar sein müssen. Ihr Feedback zielt nicht auf Details, sondern auf die strategischen Weiterentwicklungen der CMI-Lösungsplattform.

Die CMI-Ambassador:innen verstehen sich dabei nicht als wohlwollende Begleitung, sondern als «Critical Friends». Sie benennen, was überzeugt und auch wo Lösungen an Grenzen stossen. Gerade in den Soundingboards, wo in kleineren Gruppen einzelne Fachlösungen diskutiert werden, zeigt sich der Mehrwert: unterschiedliche Sichtweisen, konkrete Rückfragen, gemeinsames Hinterfragen von Annahmen. Diese Rückmeldungen nutzt CMI gezielt zur Reflexion und Verbesserung der Lösungen.

CMI-Ambassador:innen tragen massgeblich zur Weiterentwicklung der CMI-Lösungen bei: In sechs fachspezifischen Soundingboards bringen sie direkt Feedback ein.

Was diesen Austausch besonders macht
Am ersten Treffen nahmen rund 70 Fach- und Führungspersonen teil. Der Austausch war konzentriert und direkt.

«CMI lebt echte Co-Creation mit den Kund:innen und entwickelt nicht einfach an deren Bedürfnissen vorbei.»

Philipp Schärli, Gemeindeschreiber und Vorsitzender GL der Gemeinde Buchrain

Philipp Schärli schätzt die aktive Einbindung, etwa bei Themen wie KI oder M365-Einbindung: «Wir konnten als Ambassador:innen unsere Erfahrungen und Erwartungen direkt einbringen.»

Die CMI-Ambassador:innen liefern ihr Feedback nicht nur punktuell. Sie begleiten vielmehr Entwicklungen, ordnen Entscheide ein und geben Impulse aus ihrer fachlichen Praxis. Für Stefan Bosshard, CEO von CMI, ist dies ein wichtiger Teil zur Weiterentwicklung: «Unsere CMI-Ambassador: innen sagen nicht, was wir hören wollen, sondern was wir wissen müssen. Diese Offenheit ist für uns zentral. Nur so können wir Lösungen entwickeln, die in der Praxis tatsächlich funktionieren.»

So wird das CMI-Ambassador:innen-Treffen zu mehr als einem weiteren Termin im Kalender. Es lebt von der fachlichen Expertise der Beteiligten und von ihrer Bereitschaft, Beobachtungen offen zu teilen. Gleichzeitig entsteht ein Netzwerk aus Entscheider:innen und Fachpersonen, das den Austausch über einzelne Themen hinaus ermöglicht. Wer hier mitwirkt, bringt Verantwortung und Perspektive ein. Diese Stimmen erweitern den Blick, schärfen Entscheidungen und helfen CMI, Lösungen gemeinsam weiterzudenken – nah an der Praxis, ohne einfache Antworten.

CMI Ambassador:innen
Die CMI-Ambassador:innen sind ein ausgewählter Kreis von Fach- und Führungskräften aus Verwaltung und Bildung. Sie bringen ihre Erfahrung gezielt in den Austausch ein und begleiten die Weiterentwicklung der Lösungen aus der Praxis heraus. Rund 110 Ambassador:innen engagieren sich in regelmässigen Treffen und in fachspezifischen Soundingboards.

Aktuelle Soundingboards:
CMI Lösungsplattform, CMI AIS und LifeCycle, CMI Bau, CMI Protokoll und CMI Sitzungen, CMI-Bildungslösungen, KI+ von CMI

Mehr zu den CMI-Ambassador:innen und ein Video vom ersten Treffen finden Sie online auf
cmi.ch/ambassadoren
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Release 26

Allgemeine Neuerungen in der CMI-Lösung

Neuerungen im Release 26
Mit Release 26 wird die tägliche Arbeit spürbar einfacher. Die Navigation ist klarer aufgebaut, Inhalte sind schneller erreichbar und Abläufe besser geführt. Viele Schritte lassen sich direkt dort erledigen, wo Sie arbeiten, ohne Umweg über eine Menüauswahl. Ergänzend erleichtern erweiterte Tastaturbefehle den Umgang mit Listen, Auswahlen und Bearbeitungen. Auch im Bereich Berechtigungen gewinnen Sie an Präzision: Rechte auf Dossiers, Ordner oder Dokumente lassen sich neu explizit entziehen und gezielt steuern.

Highlights Release 2026
Alle Neuerungen und Details finden Sie im Releasedokument R26.
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Neuer Seitenbereich mit Vorschau
Neu öffnet sich der Seitenbereich nahtlos aus der bestehenden Arbeitsansicht. Sie erhalten sofort eine Vorschau auf Informationen und Dokumente oder Inhalte zur Bearbeitung. Die bisher notwendige Navigation in weitere Ebenen wird deutlich reduziert oder entfällt ganz. Die Breite des Seitenbereichs lässt sich anpassen. So arbeiten Sie fokussierter, effizienter und bleiben im Arbeitsfluss.

Mehrfachauswahl und Auswahlmenü
Neu wählen und bearbeiten Sie Einträge schneller und sicherer. Checkboxen sind jederzeit sichtbar, Aktionen klar erkennbar und mit bekannten Tastenkombinationen nutzbar. Im Auswahlmenü übernehmen Sie Treffer direkt per «Enter» oder Doppelklick und wechseln flexibel zwischen Listen- und Strukturansicht. Die erweiterte Tastatursteuerung unterstützt einzelne wie auch komplette Selektionen.

Mehr über diese Neuerungen...
... gibts im Blogbeitrag.
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Bildung

Zusammenführung von «Schule» und «Unterricht»
Mit der neuesten Version wurden die bisher getrennten Bereiche «Schule» und «Unterricht» zu einer Gesamtlösung zusammengeführt. Sie arbeiten neu in einer gemeinsamen, klar strukturierten Anwendung mit einer zentralen Einstiegsseite. Schulische Organisation und unterrichtsbezogene Aufgaben greifen nahtlos ineinander und sind schnell erreichbar. Sie stellen sich die Module nach Ihren Bedürfnissen zusammen. Das schafft Transparenz, verkürzt Wege und unterstützt ein fokussiertes, effizientes Arbeiten im Bildungsalltag.

Möchten Sie mehr wissen?
erfahren Sie mehr zu den CMI-Bildungslösungen und den einzelnen Modulen.
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Lernende Plus: Optimierte Bewertungsanlässe
Dank der neuen, an CMI LehrerOffice angelehnten, Tabellenansichten für Bewertungsanlässe erhalten Sie eine vollständige Übersicht pro Zeugnisperiode. Sie erfassen Resultate direkt inklusive Noten, Punkte, Wortbeurteilungen und Streichnoten. Filter nach Klasse, Fach oder Kompetenzbereich erleichtern die Orientierung. Gewichtungen und Berechnungslogiken sind transparent sichtbar. Ergänzend lassen sich Bewertungsanlässe strukturiert erstellen, anpassen, kopieren und mit Lehrplan21-Kompetenzen verknüpfen. So wird der Bewertungsprozess übersichtlich, konsistent und effizient.

Lernende Plus: Zeugnisse
Neu erfassen und prüfen Sie Zeugnisdaten übersichtlich in klar strukturierten Tabellen. Sie geben Noten zentral für ganze Klassen ein, arbeiten gezielt pro Fachbereich oder prüfen einzelne Lernende im Detail. Leistungen aus Bewertungsanlässen lassen sich automatisch ins Zeugnis übernehmen. Speichern Sie Zeugnisse einer Klasse gesammelt als revisionssicheres PDF im Dossier der Lernenden.

CMI Schule

Prozess Schuljahreswechsel
Neu unterstützen Sie den Schuljahreswechsel strukturiert und durchgängig. Planklassen werden automatisch nach einem vordefinierten Schema erstellt, inklusive Lehrpersonen und Klassendossiers. Sie übernehmen Vorschläge für die Klassenzuteilung der Lernenden und bestätigen die definitiven Zuteilungen inklusive Schullaufbahnen und Zeugnisvorbereitung. So gelingt der Übergang ins neue Schuljahr effizient und konsistent.

CMI Angebote

Vereinfachung Angebotsverwaltung
Angebote verwalten Sie neu intuitiver und deutlich vereinfacht. Die klare Unterteilung in Serienangebote und Einmalangebote reduziert Komplexität und senkt den administrativen Aufwand beim Erfassen. Serienangebote steuern Sie übersichtlich über eine Wochentags-Matrix. Hier können Sie sowohl mehrere Teilnehmende gleichzeitig für ein Angebot anmelden wie auch eine Person gleichzeitig für mehrere Angebote einschreiben.

Flexiblere Angebotsverrechnung
Auch die Angebotsverrechnung wird präziser und einfacher. Teilnahmen werden neu periodengenau berücksichtigt und transparent abgerechnet. Komplexe Tarifsysteme lassen sich flexibel abbilden, von Staffelungen bis zu Sondertarifen. Gleichzeitig unterstützen pauschale Vorausabrechnungen und eine spätere definitive Abrechnung denselben Prozess. Das reduziert administrativen Aufwand und sorgt für nachvollziehbare, faire Abrechnungen.

Öffentliche Verwaltung

Neue Sitzungsvorbereitung
In CMI Sitzungen finden Sie die Sitzungsvorbereitung neu direkt in der Hauptnavigation. Alle Traktanden sind zentral sichtbar und lassen sich übersichtlich als Liste oder Tabelle anzeigen. Einzelne Traktanden können geöffnet, Unterlagen eingesehen sowie persönliche Notizen, Dokumente und Wortbegehren direkt bearbeitet werden. Die vertraute Menüführung sorgt für Orientierung und einen klaren Gesamtüberblick.

Behördenverzeichnis
Neu pflegen und aktualisieren Sie Behördenstammdaten vollständig im Web Client. Mandate, Funktionen und Legislaturen lassen sich einfach duplizieren und für neue Perioden vorbereiten. Die integrierte Prüfung verhindert Überschneidungen und sichert konsistente Daten. Das vereinfacht die Pflege von Behördenstrukturen, erhöht die Datenqualität und reduziert administrativen Aufwand deutlich.

Flexible Sitzungsgeldabrechnung
Mit dem neuen Modul CMI Sitzungsgeld erfolgt die Sitzungsgeldabrechnung vollständig webbasiert und transparent. Sie steuern Berechnungen nachvollziehbar über hinterlegte Tabellen, passen Beträge flexibel an und behalten den Status klar im Blick. Auszahlungen lassen sich per Stichtag erstellen und direkt an die Lohnbuchhaltung übergeben. Das vereinfacht Abrechnung, Kontrolle und Auszahlung in einem durchgängigen Prozess.

Ausfertigung Protokoll
CMI Protokoll unterstützt neu die Ausfertigung durchgängig und strukturiert – von der Vorbereitung bis zum Versand. Integrierte Prüfungen stellen sicher, dass nur vollständige und korrekte Unterlagen versendet werden. In Kombination mit Aufgaben-, Druck- und Mail-Versand entsteht ein konsistenter Gesamtprozess, der manuelle Schritte reduziert und die Prozesssicherheit in der Sitzungsnachbearbeitung erhöht.

Möchten Sie mehr wissen?
Erfahren Sie mehr zu CMI Ausfertigung im Blogbeitrag.
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Archiv

CMI Archiv
Neu ist die Archivansicht klarer strukturiert und auf eine übersichtliche Objektseite reduziert. Sie finden Klassifikation, Bestand, Serie, Dossier und Einzelstück einheitlich dargestellt und schneller zugänglich. Ergänzend wurde die Berechtigungslogik überarbeitet. Die Gruppe «Basis» bündelt Standardrechte, weitere Gruppen wie «Archiv lesen (alles)», «Archiv lesen (berechtigte Objekte)» und «Archiv verwalten» steuern den Zugriff gezielt.

CMI AIS
Neu ist CMI AIS an die GND-Normdaten angebunden. Sie suchen Personen, Körperschaften oder Geografika direkt über die SRU-Schnittstelle der DNB, übernehmen Identifier und verknüpfen diese mit bestehenden Registern oder legen neue Einträge an. Verknüpfte Datensätze lassen sich periodisch synchronisieren, Änderungen werden protokolliert. Ebenfalls neu ab Release 26 ist der EAD-Export über eine eigene Lizenz verfügbar und nicht mehr an Ingest gebunden.

LifeCycle
Neu können Sie ein SIP nach eCH-0160 Standard der Version 1.3 generieren, importieren und ingestieren. Die Berechtigungen für LifeCycle-Supervisor:innen wurden überarbeitet und klarer definiert. Im SIP lassen sich neu gezielt Informationen ausschliessen. Zudem wurde die Passivierung von Haupt- und Subdossiers optimiert: Sie erhalten neu nach der Verarbeitung eine detaillierte Rückmeldung mit Log und Fehlermeldungen.

Auftrag: Digital.

Der CMI Podcast für alle, die Digitalisierung in der öffentlichen Hand mutig gestalten.

CMI Podcast

Gemeinden, Städte und Schulen haben einen Auftrag: die Digitalisierung umsetzen – mit begrenzten Ressourcen, unter politischem Druck und ohne zweite Chance. Wir sprechen monatlich mit jenen, die diesen Auftrag täglich leben. Was funktioniert? Was scheitert? Was würden sie heute anders machen?

Viele reden über Digitalisierung. Unsere Gäste berichten, wie sie wirklich umgesetzt wird.

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